Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Themenbereich Zahnmedizin.

Röntgenaufnahmen
Viele Personen sind besorgt, dass Röntgenaufnahmen eventuell negative Auswirkungen auf ihren Körper haben könnten. Der Grund dafür liegt hauptsächlich darin, dass sie zu wenig über diese wichtige Diagnosemethode informiert werden. Daher möchten wir Ihnen hier einige interessante Fakten über Röntgenaufnahmen mitteilen.

Die Strahlungsbelastung - wahrscheinlich der Bereich, der auch Sie am meisten interessiert - ist bei sämtlichen modernen Geräten so gering, dass eine Schädigung von Körperzellen (bzw. die Überforderung der Fähigkeit zur Selbstreparatur) praktisch ausgeschlossen werden kann. Tatsächlich wäre nicht einmal die traditionelle Bleischürze notwendig, da es kaum noch so genannte Streustrahlung gibt. Dies ist die Strahlung, die nicht auf die gewünschte Körperstelle trifft (die untersucht werden soll) sondern auf sonstige Körperbereiche.

Untersuchungen haben ergeben, dass das Krebsrisiko einer Röntgenaufnahme geringer ist als das einer einzigen Zigarette! Trotzdem werden bei Schwangeren Röntgenaufnahmen nur dann gemacht, wenn es absolut unumgänglich ist, wobei hier das ungeborene Kind durch mehrere Schichten Blei geschützt wird, um jedes Risiko auszuschließen.

In unserer Ordination werden ausschließlich Digital-Röntgengeräte verwendet, die mit einer noch geringeren Strahlendosis auskommen als herkömmliche Geräte. Der Vorteil des Digital-Röntgens ist, dass die Bilder sofort am Computerbildschirm betrachtet und bearbeitet werden können. Falls Sie eines Ihrer Bilder haben möchten, können wir es entweder ausdrucken oder Ihnen via E-Mail zusenden!

In der modernen Zahnheilkunde sind Röntgenaufnahmen zur sicheren Diagnose nicht mehr wegzudenken. Entzündete, abgestorbene oder retinierte (versteckte) Zähne können nur am Röntgenbild erkannt werden, ebenso Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparats) oder versteckter Kariesbefall. Nach Wurzelbehandlungen oder Operationen muss ein Kontrollbild gemacht werden, um den Erfolg der Behandlung festzustellen.


Abb. 1: Retinierter 8er
  Hier drückt ein retinierter "8er" (Weisheitszahn) auf den davorstehenden Zahn. Wenn der Weisheitszahn nicht operativ entfernt wird, kann der davorstehende Zahn verloren gehen.

 


Abb. 2: Zyste im Unterkiefer

Bei diesem Bild sieht man (neben dem katastrophalen Zustand ungepflegter Zähne) im Unterkiefer eine riesige Zyste, die offenbar jahrelang nicht entdeckt wurde. Dieser Entzündungsherd kann an der Wurzelspitze abgestorbener (meist schon wurzelbehandelter) Zähne entstehen und lange unbemerkt bleiben. In diesem extremen Fall ist der Kieferknochen bereits so weit abgebaut, dass es zu einem spontanen Bruch kommen könnte. Dies hätte durch rechtzeitige Untersuchungen mit Panoramaaufnahmen verhindert werden können!

 


Abb. 3: Beherdete Wurzelspitze
  Der Zahn rechts unten im Bild ist an der Wurzelspitze beherdet, was in weiterer Folge dazu führen wird, dass er die Brücke nicht mehr tragen kann. Auch das hätte durch eine rechtzeitige Kontrolluntersuchung und eine entsprechende Behandlung wahrscheinlich verhindert werden können.

 


Abb. 4: Panoramaaufnahme eines kindlichen Gebisses
  Vor der Erstellung eines kieferorthopädischen Behandlungsplanes ist es ebenfalls unumgänglich, eine Panoramaaufnahme anzufertigen, um einen Überblick über die Stellung der Zähne zu erhalten. (Hier Milchzähne und bleibende Zähne z. Tl. noch übereinander.)